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Dreitagefieber



Häufigkeit

Am Dreitagefieber (Exanthema subitum) erkranken hauptsächlich Babys und Kleinkinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Der Name steht für den typischen, dreitägigen, oft hochfieberhaften Verlauf.

Leitbeschwerden

 

  • Hohes Fieber über ~ 3 Tage
  • Danach fällt das Fieber plötzlich ab, dafür zeigt sich ein kleinfleckiger Hautausschlag.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn

  • Das Baby hohes Fieber hat
  • Ein älteres Kind länger als drei Tage „grundlos“ Fieber hat
  • Weitere Beschwerden hinzutreten.

Die Erkrankung

11a13Dreitagefieber: Links das typische Ausbreitungsmuster in der Fotomontage, rechts der Ausschlag bei einem betroffenen Säugling. Oft ist aber gerade beim Dreitagefieber der Ausschlag sehr diskret.
11a13Dreitagefieber: Links das typische Ausbreitungsmuster in der Fotomontage, rechts der Ausschlag bei einem betroffenen Säugling. Oft ist aber gerade beim Dreitagefieber der Ausschlag sehr diskret.

Das Dreitagefieber wird durch das Herpes-Virus-Typ 6 hervorgerufen. Typisch – und für Eltern und auch Ärzte verwirrend – ist, dass es zunächst keinerlei Hinweise gibt, woher das Fieber kommt: Das Kind bekommt innerhalb weniger Stunden hohes Fieber und sonst (fast) nichts. Die Kinder machen dabei keinen besonders kranken Eindruck. Nach etwa drei Tagen verschwindet das Fieber. Der dann oft auftretende Hautausschlag ermöglicht nun im Nachhinein die Diagnose. Der Ausschlag ist allerdings manchmal nur an Bauch und Rücken zu sehen und nicht selten nach Stunden schon wieder weg.

Die Inkubationszeit beträgt 1–2 Wochen. Die Kinder sind schon etwa 3 Tage vor den ersten Krankheitszeichen bis zum Auftreten des Ausschlags ansteckend. Danach sind sie ihr Leben lang geschützt.

Komplikationen. Eine typische Komplikation sind Fieberkrämpfe. Da das Fieber rasch ansteigt, bekommen entsprechend veranlagte Kinder ihren ersten (harmlosen) Fieberkrampf oft im Rahmen des Dreitagefiebers.

Das macht der Arzt

Die Rolle des Arztes beim Dreitagefieber besteht darin, dass er ernste Erkrankungen wie etwa einen Harnwegsinfekt oder eine Blutvergiftung ausschließt. Manchmal ist dazu eine Blutuntersuchung nötig.

Eine Vorsorge ist nicht möglich.


12.03.2008 | Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Herbert Renz-Polster


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